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Saturday 16th of December 2017    

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Vereinsgeschichte

1909 - Bürger unserer Gemeinde finden sich zusammen, um einen Verein zu gründen. Eine gemeinsame Vorliebe hat sie zusammen kommen lassen - das Radfahren. Sie nennen den Verein „Arbeiter-Radfahrer-Verein Altneudorf". Von den Gründungsmitgliedern sind uns noch folgende Namen bekannt: Adam Döringer, Georg Eberle, Georg Heinrich, Johann Lösch, Ludwig Ott I, Georg Reinhard und Hans Schmitt. Es ist davon auszugehen, dass sich noch mehr Altneudorfer Bürger an der Gründung des RMSV Altneudorf beteiligt haben.

Soweit zur Geburtsstunde unseres Vereins. Die weitere Chronik des RMSV Altneudorf lässt sich jedoch leider nicht lückenlos darstellen, da mit der Machtübernahme durch Hitler alle Arbeiter-Sportverbände und -vereine verboten wurden. Von den Nazis wurden sämtliche Unterlagen eingezogen und vernichtet. Diese entstandene Lücke von 1909 - 1945 hat sich bisher, auch durch Befragung unserer ältesten Mitglieder, nicht schließen lassen. Um jedoch ein wenig Licht in die Vergangenheit zu bringen, gehen wir kurz auf die Gründung und die Entwicklung unseres Dachverbandes, des RKB Solidarität, ein. Der Chronist ist sich sicher, dass sich die Geschichte bei unserem RMSV ähnlich zugetragen hat.

Die Impulse zur Gründung des Rad- und Motorsportvereins Altneudorf 1909 e. V. gingen von einem Verband aus, der 1996 sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte: Der RKB Solidarität, eine Ikone der alten Arbeiter-, Sport- und Kulturbewegung, war lange Jahre der weltweit mitgliederstärkste Verband der organisierten Radfahrerinnen und Radfahrer.

Am 24./25. Mai 1896 trafen sich in Offenbach am Main 18 Delegierte aus zwölf Radfahr-Vereinen zu einem Kongress, der dann die Bildung des RKB beschloss. Die Arbeiterbewegung, die neben ihren drei Hauptsäulen Sozialdemokratie, Freie Gewerkschaften und Produktions- und Konsumgenossenschaften auch die Arbeiter-, Sport- und Kulturbewegung ansiedelte, war der große Motor zur Entwicklung des Rad- und Kraftfahrerbundes. Zur damaligen Zeit war es den Arbeitern vielerorts verwehrt, bürgerlichen Turn- und Sportvereinen beizutreten. Außerdem widerstrebte der Arbeiterbewegung die in den bestehenden Vereinen vorherrschend leistungsorientierte und militärische Komponente.

Fahrräder konnte sich lange Zeit nur die Oberschicht leisten, die die Räder als Spielgeräte benutzte. Zur Verbreitung des Rades als Verkehrsmittel trug bei, dass nach der Jahrhundertwende durch Massenimporte aus den USA und Großbritannien bei uns die Preise purzelten und somit das Fahrrad für eine durchschnittlich verdienende Arbeiterfamilie einigermaßen finanzierbar war. Anfangs benutzte man das Rad hauptsächlich als Transportmittel von und zur Arbeit.

Doch mit der Zeit gewannen die geführten Touren- und Wanderfahrten immer mehr Bedeutung in den Vereinen. In den Sommermonaten wurden mit dem Stahlross größere Ausflüge in die Natur unternommen. Damit das Vereinsleben aber auch in den Wintermonaten nicht zum Erliegen kam, wurde der Radsport in den Saal verlegt. Hier hatte man, bedingt durch die räumliche Enge, die Möglichkeit, sich eine sichere Beherrschung des Rades anzueignen. Somit war auch der Grundstein für das Kunstradfahren gelegt.

1925 beschloss man, den Rollschuhlauf in das Sportprogramm des ARB Solidarität aufzunehmen. Mit der Ausdehnung der Klientel auf motorisierte Zweiradfahrer kam es 1928 zur Namenserweiterung. Aus dem Arbeiter-Radfahrer-Bund „Solidarität" ARB wurde der Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund „Solidarität", kurz ARKB genannt. Die Angebotspalette an verbandsspezifischen Dienstleistungen (vom Freiquartier bis zur Unfall-, Haftpflicht- und Fahrradversicherung) wurde ständig erweitert. Die kostengünstigen Fahrräder der Frischauf-Werke Offenbach (gehörte dem Verband) wurden über ein eigenes Netz von 21 Filialen von Köln bis Breslau, von Kiel bis München bevorzugt an Mitglieder vertrieben.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung des „ARB Solidarität" im Jahre 1898 kamen die Delegierten des 3. Bundestages in Braunschweig überein, eine Unfall-versicherung einzurichten. Es wurde eine Unterstützung von 5 Mark pro Woche für die Dauer von höchstens 13 Wochen festgesetzt, bei Unfällen mit tödlichem Ausgang ein einmaliger Betrag von 25 Mark. Mögen diese Zahlungen für heutige Verhältnisse auch lächerlich gering erscheinen, so bildeten sie um die Jahrhundertwende schon einen recht beachtlichen Zuschuss, z. B. für einen Familienvater, der durch einen Unfall auf einer Radtour eine Zeitlang arbeitsunfähig geworden war. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges waren diese Unterstützungszahlungen nur mit größter Mühe im Bund Solidarität aufrechtzuerhalten. Eine vorübergehende Halbierung der Zahlungen konnte in den 20er Jahren, als man zum größten Radfahrer-Verband der Welt aufstieg, zurückgenommen werden.

Frühjahr 1933 - Überall in Deutschland meldeten sich die Mitglieder der nationalsozialistischen Turn- und Sportvereine freiwillig als Rekruten bei der SA und SS. Sie waren dann die eifrigsten Hetzer gegen alle Vereine, deren Angehörige ihnen als antifaschistisch gesinnt bekannt waren. Dieses Treiben wurde zunehmend toller. Es richtete sich insbesondere gegen die Ortsgruppen des Bundes Solidarität.

Die Nazis verordneten Verbot und Auflösung des Bundes und aller Ortsgruppen sowie die Beschlagnahmung der Vereinsvermögen und Unterlagen. Mit der Beendigung des Krieges 1945 konnte wieder mit dem Neuaufbau des Vereins begonnen werden.

Da viele Sportkameraden im Krieg gefallen waren oder sich noch in Gefangenschaft befanden, begann sich erst ab 1947 das Vereinsleben des RMSV Altneudorf wieder langsam zu regen. Zuvor musste jedoch der damalige Bürgermeister Wilhelm Reinhard bei der amerikanischen Militär-Regierung in Heidelberg die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit beantragen. Diese wurde auch erteilt, da dem Verein keine politische Tätigkeit nachgewiesen werden konnte.

Im Februar 1947 war es Adam Herbig II, der zu einer Gründungs-versammlung einlud. Den Teilnehmern konnten die Ziele des Radfahrvereins so schmackhaft gemacht werden, dass 17 Sport-kameraden ihren Beitritt erklärten. Auf der Sitzung wurde Adam Herbig II als 1. Vorsitzender gewählt. Die ersten Vereinstätig-keiten bestanden aus Fuß- und Radwanderungen. Als Vereinslokal wurde das Gasthaus „Zum Pflug" gewählt. Der Saal des Gasthauses spielte auch eine lange Zeit eine wichtige Rolle in unserem Vereinsleben. So wurden hier Kappenabende, Weihnachtsfeiern und Theaterstücke veranstaltet.

 

Auch die Wiege unserer Rollsportabteilung stand im Saal des Gasthauses „Zum Pflug". So begann man hier im Jahr 1949 den Rollsport unter Aufsicht anzubieten. Im gleichen Jahr wurde auch das 40-jährige Jubiläum gefeiert. Dazu wurde beim Gasthaus „Zum Pflug" eine Holzbühne aufgebaut, auf der man Fahrrad- und Rollkunst-stücke darbot. 

Des Weiteren organisierte man ein Radrennen, bei dem sich Fahrer aus verschiedenen Bundesländern beteiligten. 1951 übernahm Heinrich Muffler das Ruder des Vereins. Unter seiner Regie erlebte der Motorsport seine Blüte.

Schon Anfang der 50er Jahre beteiligten sich Mitglieder an Wettkämpfen auf Bezirks-, Landes- und Bundes-Meisterschaften. Hans Gölz war es vergönnt, das erste Mitglied des RMSV zu sein, welches Meisterehren auf Bundesebene errang. 

1957 wurde er in Pforzheim Bundes-meister in der Mopedklasse im Sicherheitsfahren. 1961 konnten Werner Bernauer und Heinrich Muffler den Erfolg in der 600-ccm-Klasse wiederholen. 1968 führte man zum ersten Mal einen Ausflug für die Mitglieder über 65 Jahre durch. Diese doch recht schöne Einrichtung hat noch bis zum heutigen Tag Bestand. 

Der „1. Odenwälder Volksradlauf" mit anschließendem Sommernachtsfest wurde ebenfalls 1968 zum ersten Mal durchgeführt. Das 60-jährige Jubiläum feierte man 1969 im kleineren Rahmen. Auf dem Sportplatz wurden eine Radsportveranstaltung und ein gemütlicher Abend durchgeführt.

Da das Interesse in der Motorsportabteilung immer weiter zurückging, suchte man nach neuen Betätigungsfeldern für den Verein. Bei einer Verwaltungsratssitzung am 21.09.1973 im Café Rosenhaag wurden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. 

Zu dieser Sitzung lud man auch Radsporttrainer der Ortsgruppe Wilhelmsfeld ein. Da der Bau der Sporthalle in Altneudorf in absehbarer Zeit abgeschlossen werden sollte, wollte man sich bei den Wilhelmsfelder Kollegen Tipps für den Trainingsbetrieb im Kunstradfahren holen. Man kam überein, dass unser Nachbarverein sein Training vorläufig in der Halle abhalten könnte und der RMSV Altneudorf dies als Werbeveranstaltung nutzen könnte. Zu unserem Glück bestand in Wilhelmsfeld auch eine Rollsportabteilung, die dann auch in unserer Halle ihr Training abhielt.

Kurt Schmitt übernahm 1974 den 1. Vorsitz im Verein. Der seitherige Vorstand Heinrich Muffler wurde für seine 23-jährige Tätigkeit als Vorstand zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Werner Bernauer und Kurt Reinhard wurden als Verantwortliche für die Bereiche Kunstrad und Rollsport gewählt. Am 24.08.1974 wurde zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Veranstaltung im Kunstradfahren in der neuen Sporthalle durchgeführt. Die Teilnehmer waren Radsportler aus Ludwigshafen und Wilhelmsfeld sowie Hans Happes vom RMSV Altneudorf. Aufgrund einer Sportwerbeveranstaltung der Wilhelmsfelder Rollschuhläufer und den eigenen Aktivitäten im Kunstradfahren konnte man 1977 in der Mitgliederliste 26 Jugendliche aufführen.

Das 70-jährige Jubiläum wurde 1979 in der Sporthalle in Altneudorf gefeiert. Der sportliche Teil konnte überwiegend durch die eigene Jugend im Kunstrad und Rollkunstlauf gestaltet werden. Als sportliches „Highlight" hatte man den mehrfachen Weltmeister und Deutschen Meister im Kunstradfahren, Gerhard Obert, zu Gast. 1981 änderte der Verein seinen Namen in „Rad- und Motorsportverein Altneudorf 1909 e. V." und wurde unter diesem ins Vereinsregister eingetragen. Die Wanderabteilung, die sich als fester Bestandteil des Vereins etabliert hatte, trug und trägt weiterhin dazu bei, dass auch die geselligen Veranstaltungen, wie Oster- und Nikolauswanderung sowie der Familienwandertag, genügend Raum für gesellige Stunden bieten. Die sportliche Leistungsfähigkeit wurde jedes Jahr im Rahmen einer Sportwerbeveranstaltung gezeigt.

Diese sehr familiären Veranstaltungen füllten die Halle immer bis auf den letzten Platz und boten zudem noch die Möglichkeit, anstehende Ehrungen durchzuführen.

1983 beteiligte sich der Verein zum ersten Mal beim Schönauer Altstadtfest. Eine gute Gelegenheit, um sich in der Bewirtung einer größeren Anzahl von Gästen zu üben, um beim 75-jährigen Jubiläum fit zu sein. Das Fest wurde in der Sporthalle Altneudorf samstags mit einem Festbankett und sonntags mit einem Sportprogramm gefeiert. Konnte man zum Jubiläum noch Darbietungen auf dem Kunstrad zeigen, so musste im Geschäftsbericht des Jahres 1986 der Stillstand des Kunstradfahrens gemeldet werden.

Dies ist umso bedauerlicher, da auch in der Motorsportabteilung die Aktivitäten seit einigen Jahren ruhten.

Aber nicht überall ging es bergab. So konnten Jahr für Jahr steigende Mitgliederzahlen in der Rollsportabteilung gemeldet werden und 1989 belegten Carolin Happes, Michaela Hasselbring, Ute Heinrich und Sabine Henze den 1. Platz bei den Bundesmeister-schaften im 4er-Lauf der Junioren. Der nächste große nationale Erfolg des RMSV Altneudorf ließ nicht lange auf sich warten. Ute Heinrich und Sabine Henze holten 1992 im 2er-Lauf der Nachwuchsklasse den Bundestitel nach Altneudorf. 

Vereinsgeschichte

Bei der Jahreshauptversammlung am 27.02.1993 gab der seitherige Vorstand Kurt Schmitt nach 19 Jahren das Ruder der Vereinsführung in jüngere Hände ab. Karl Lehn stellte sich in der Versammlung als Vorsitzender zur Wahl. Manfred Reinhard wurde als 2. Vorsitzender gewählt. Kurt Schmitt wurde für seine langjährige Tätigkeit als Vorstand und Kassierer zum Ehrenvorsitzenden des RMSV Altneudorf ernannt.

1994 veranstaltete man für die Sport treibende Jugend eine Freizeit in Bötigheim. Bei der Vorstandssitzung am 24.05.1994 wurde die Hockey-Abteilung offiziell gegründet. Was aus einer „Grillfest-Laune“ von Eltern der Rollsportabteilung entstanden ist, hat noch bis zum heutigen Zeitpunkt Bestand.

Für das Schaulaufen in diesem Jahr hatte man sich das Musical „Starlight-Express“ ausgesucht. 23 Läuferinnen, die jüngste gerade mal fünf Jahre alt, begeisterten die Zuschauer. Bürgermeister Krämer, der bei der Veranstaltung anwesend war, bat die Rollsportabteilung das Schaulaufen nochmals in Schönau in der Stadthalle aufzuführen.

Da Karl Lehn sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung stellte, musste bei der Mitgliederversammlung am 01.02.1997 ein Nachfolger gefunden werden. Manfred Reinhard, der seither als 2. Vorstand tätig war, stellte sich zur Wahl. Mit Uwe Dietz, der zum 2. Vorstand gewählt wurde, Thomas Gärtner und Matthias Glas, die sich zukünftig für die Wanderabteilung verantwortlich zeichneten, konnten jedoch alle Posten besetzt werden. 

Neben Karl Lehn zogen sich auch Franz Eberle sowie Werner Pfahl aus der Vorstandschaft zurück. Im gleichen Jahr fand während des Altstadtfestes in Schönau auch ein Fahrradgeschicklichkeitsturnier für Jugendliche statt.

Mit Beginn des Jahres 1998 zeichnete sich für die Vereinsleitung einiges an Arbeit ab. Das 90-jährige Jubiläum sollte in einem etwas größeren Rahmen gefeiert werden. Das Jubiläum wollte man mit einem Festbankett und einem Bunten Abend begehen. Das Festbankett zum 90-jährigen Gründungsfest des Vereins fand am 13.03.1999 in der Sporthalle in Altneudorf statt. Zusammen mit Vertretern der ortsansässigen Vereine und Vertretern der Sportverbände verbrachte man einen kurzweiligen Abend.

Da der Dachverband die Mitgliedsbeiträge erhöhte, mussten erneut die eigenen Mitgliedsbeiträge angepasst werden. In einer Vorstandssitzung wurde beschlossen, jedoch nur die Erhöhung, die man seitens des RKB Solidarität auferlegt bekommen hatte, weiterzugeben.

Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr war der Bunte Abend, der am 09.10.1999 in der Stadthalle in Schönau stattfand. Man hatte die Gruppe „Tuxa“ aus dem Zillertal verpflichtet. Die fünf jungen Männer sorgten mit einer Mischung aus Volksmusik und Rock für gute Stimmung. Das Publikum war hellauf begeistert und bis in die frühen Morgenstunden feierte man das Jubiläum unseres Vereins. Dass von der Vorstandschaft gute Arbeit geleistet wurde, zeigte dann auch die Endabrechnung der Veranstaltungen anlässlich unseres 90-jährigen Gründungsfestes, welche mit einem Überschuss abschloss. Mit Manfred Reinhard hatte man einen sehr rührigen Vorstand, der während seiner Amtszeit den Mitgliederbestand des Vereins stetig weiterentwickelte. An dem selbst definierten Ziel „200 Mitglieder“ scheiterte er immer nur knapp.

Aufgrund von sinkenden Teilnehmerzahlen und meist schlechtem Wetter wurde beschlossen, die Traditionsveranstaltung „Osterwanderung“ ab 2001 nicht mehr durchzuführen.

Nach sechs Jahren als 1. Vorsitzender übergab Manfred Reinhard den Führungsstab 2003 an den 2. Vorsitzenden Uwe Dietz weiter, erklärte sich jedoch bereit, noch zwei Jahre in der Vorstandschaft mitzuarbeiten.

Bei der Mitgliederversammlung am 15.01.2005 wurde dann Harald Skrabanik als Nachfolger von Manfred Reinhard gewählt. Mit Brigitte Weber als Verantwortliche für die Kasse und Sandra Klötzl als Schriftführerin folgten weitere Neubesetzungen. Ab diesem Jahr war auch die Hockey-Abteilung erstmals mit einem Sitz in der Vorstandschaft vertreten. Als Abteilungsleiter Hockey/Rad fungiert seither Hans Peter Höhr. 

Die 650-Jahr-Feier von Altneudorf, bei der sich unsere Rollsportabteilung mit einem Programmpunkt beteiligte und etliche Vereinsmitglieder für die Bewirtung im Festzelt zur Verfügung standen, war wohl im Jahr 2005 ein besonderer Höhepunkt. In diesem Jahr wurde auch das Schaulaufen von Schönau nach Heiligkreuzsteinach verlagert. Hier zollte man der Entwicklung in der Rollsportabteilung Tribut, da die Hälfte der aktiven Rollsportler inzwischen aus unserer Nachbargemeinde kam.

2006 beschloss man, die Nikolauswanderung nicht mehr stattfinden zu lassen. Die Verschiebung des Weihnachtsmarktes in Schönau auf den gleichen Termin veranlasste die Vorstandschaft zu diesem Schritt. Viele Bürger bedauerten diese Entscheidung, aber da ein „wirtschaftliches Ergebnis“ nicht mehr gewährleistet war, gab es keine Alternative. Ab 2007 wurde auch die Motorsportabteilung, die schon seit Jahren keine Aktivitäten mehr verzeichnete, nicht mehr als aktive Abteilung geführt.

Ein 100-jähriges Jubiläum bietet auch die Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu richten. Während die Rollsportabteilung seit Jahren einen stetigen Zuwachs in den Mitgliedszahlen zu verzeichnen hat, ist bei den passiven Mitgliedern ein gegenläufiger Trend festzustellen. Es sind gerade die Ortsvereine wie der RMSV Altneudorf, die doch eigentlich viel zum Wohlfühlklima einer Gemeinde beitragen. Diese wichtige Aufgabe wird in vielen Bereichen der Bevölkerung derzeit nicht so gesehen. Aber warten wir einmal ab, ob nicht mit der Zeit die Bereitschaft, in Vereinen tätig zu sein, sich einzubringen, mit anderen einem gemeinsamen Hobby nachzugehen wieder attraktiv wird. Unsere Gründungsväter hatten vor 100 Jahren eine Vision, sonst hätten sie unseren Verein nicht aus der Taufe gehoben.

Mit 172 Mitgliedern im Jubiläumsjahr können wir noch einiges an Zuwachs vertragen. Die Rollsportabteilung als unser Jungbrunnen bietet eine gute Basis. Die gute Jugendarbeit, die gerade in diesem Bereich geleistet wird, gilt es weiterhin auf diesem hohen Niveau fortzuführen. Auf Landes- als auch auf Bundesebene werden die Rollsportler weiterhin für Erfolge sorgen und den Namen unserer Gemeinde in die Siegerlisten eintragen.

Hierzu passt sicher auch, dass mit Lisa Marie Schäfer der Titel des Bundesmeisters in der Nachwuchsklasse bei der letzten Bundesmeisterschaft im Rollkunstlauf für den RMSV erreicht werden konnte. Diese Leistung wurde mit der Wahl der Sportlerin des Jahres der Stadt Schönau nochmals unterstrichen.

Die Hockey- und Radabteilungen sind zwar kleine Abteilungen, aber über Jahre hinweg schon feste Bestandteile unseres Vereins. Somit ist der RMSV Altneudorf auch für die nächsten Jahrzehnte gut aufgestellt und gerüstet.

Engagierte Helferinnen und Helfer werden sich auch in Zukunft sich zur Verfügung stellen und die erfolgreiche Arbeit der Vorgänger fortzuführen. 

 

 
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